Vom Bittsteller zum Blumengruß

Vom Bittsteller zum Blumengruß

Heute morgen im Hamburger Schmuddelregen: „Darf ich Ihnen einen schützenden Platz unter dem sonnengelben Schirm anbieten“, fragt eine Promoterin vor der neueröffneten Commerzbank im Grindelhof. Ich bleibe tatsächlich stehen und wir kommen ins Gespräch. Ein neues Konto will ich dennoch nicht gleich eröffnen, auch nicht, wenn es 200 Euro gibt, aber ich höre zumindest für einen Moment zu. Was hätte ich wohl getan, wenn sie direkt danach gefragt hätte? Die Kapuze enger gezogen, den Kopf geschüttelt und mich, etwas von Zeitdruck murmelnd, schnell davon gemacht.

Von der Kaltaquise zum warmen Geschäftsabschluss sind es viele wohldosierte Schritte. Auf jeden Fall gehört dazu, die aktuelle Lage und den Bedarf eines potenziellen Kunden zu ermitteln und passende Lösungen zu unterbreiten, weiß Vertriebsschmied Holtz. Was aber wenn der Kontakt gar nicht erst zustande kommt, Mails unbeantwortet, Telefonate nicht durchgestellt und immer wieder abgewimmelt werden? Marketingexperte Reik Winkelmann hat in genau einem so schwierigen Fall einen Blumenstrauß versandt und sich auf der beiliegenden Karte in aller Form dafür entschuldigt, dass er offenbar mit seiner Kontaktaufnahme nur gestört habe. Einen Tag später war das Eis gebrochen: die Marketingleiterin hatte ihn höchst persönlich und prompt angerufen, um sich für die freundliche Kontaktaufnahme zu bedanken.

leuchtend-warme Türöffner

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